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Einsiedler Volksblatt, Dienstag 25.09.2018 / 6. Jahrgang

Weniger Beiträge, höhere Familienzulagen im Kanton Schwyz

Von ROLAND LUTZ | 16.06.2014

Weniger Beiträge, höhere Familienzulagen im Kanton Schwyz

Der Regierungsrat schlägt dem Kantonsrat vor, den Beitragssatz der Familienausgleichskasse Schwyz auf 1.5% zu senken und zugleich die Familienzulagen um 10 Franken zu erhöhen. Der Kantonsrat ist zuständig für die Festlegung der Höhe des Beitragssatzes für Arbeitgeber und Selbstständigerwerbende für die Familienausgleichskasse Schwyz und die Festsetzung der Höhe der Familienzulagen (Kinder- und Ausbildungszulagen). Aktuell entsprechen die Familienzulagen im Kanton Schwyz den bundesrechtlichen Minimalansätzen (Kinderzulage: monatlich 200 Franken, Ausbildungszulage: monatlich 250 Franken). Der Beitragssatz der Familienausgleichskasse Schwyz liegt zurzeit bei 1.6%.

Spielraum vorhanden

Mit Blick auf die finanzielle Entwicklung der Familienausgleichskasse Schwyz in den letzten Jahren besteht nun Handlungsbedarf und ausreichend Spielraum für eine Anpassung dieser Ansätze. Das Gesetz sieht vor, dass eine Schwankungsreserve gebildet und der Beitragssatz gesenkt wird, falls die Reserven 50% einer Jahresausgabe übersteigen. Inzwischen hat der Reservefonds diesen gesetzlichen Schwellenwert überschritten.
Aus diesem Grund schlägt der Regierungsrat dem Kantonsrat vor, den Beitragssatz der Familienausgleichskasse Schwyz auf 1.5% zu senken und zugleich die Familienzulagen um 10 Franken zu erhöhen, sodass die Kinderzulage neu 210 Franken pro Monat und die Ausbildungszulage neu 260 Franken pro Monat betragen. Der Regierungsrat ist überzeugt, dass die vorgeschlagene Lösung einer Beitragssenkung in Kombination mit einer Erhöhung der Familienzulagen eine ausgewogene Massnahme darstellt, mit welcher sowohl wirtschaftspolitischen wie auch familienpolitischen Anliegen Rechnung getragen werden kann. Sie führt einerseits zu einer Entlastung der Wirtschaft, weil die Arbeitgeber weniger Beiträge zu entrichten haben. Zugleich trägt die vorgeschlagene Lösung zu einer Stärkung und Unterstützung der Familien bei, da sie höhere Leistungen ausgerichtet erhalten.
In den durchgeführten Modellrechnungen hat sich gezeigt, dass diese Variante eine nachhaltige Lösung darstellt, mit welcher über mehrere Jahre finanzielle Stabilität erreicht werden kann. Die Familienausgleichskasse Schwyz wird ihre Aufgaben trotz den zu erwartenden Mindereinnahmen und Mehrausgaben weiterhin auf der Basis einer ausreichenden Finanzlage wahrnehmen können.
Die neuen Ansätze sollen ab dem 1. Januar 2015 gelten. Die Vorlage wird voraussichtlich im Herbst 2014 im Kantonsrat beraten.

Quelle: www.szkb.ch

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