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Einsiedler Volksblatt, Mittwoch 20.06.2018 / 6. Jahrgang

Nein zum Verlust der Wahlfreiheit - Kampagne gegen die Einheitskasse

Von ROLAND LUTZ | 26.06.2014

Nein zum Verlust der Wahlfreiheit - Kampagne gegen die Einheitskasse

Das überparteiliche Komitee bestehend aus FDP.Die Liberalen, SVP, CVP, BDP und Grünliberalen hat am 24. Juni in Bern seine Kampagne gegen die Einheitskasse lanciert. Das Komitee lehnt die gefährliche Initiative mit aller Deutlichkeit ab. Die Initianten versuchen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mit leeren Versprechungen hinters Licht zu führen. Tatsache ist, dass mit der Einheitskasse keine Kosten gesenkt werden können, sondern wir vielmehr unsere Wahlfreiheit verlieren und unser hervorragendes Gesundheitssystem gefährden.

Errungenschaften nicht mit der Einheitskasse aufs Spiel setzen

Die Schweiz hat ein sehr gutes Gesundheitssystem und schwingt im internationalen Vergleich regelmässig obenauf. Der Zugang zu einer hochwertigen Gesundheitsversorgung ist für alle jederzeit und überall gewährleistet. Wir können unseren Arzt, das Spital, die Behandlung und unsere Krankenkasse selber wählen. Ebenso haben wir die Möglichkeit, die Höhe unserer Prämie durch alternative Versicherungs-Modelle selber zu beeinflussen. Diese Errungenschaften werden mit der Einheitskasse aufs Spiel gesetzt.

Nein zu leeren Versprechen

Die Initianten behaupten mit der Einheitskasse die Kosten um bis zu 10 Prozent zu senken. Fakten können sie nicht vorlegen. Das Gegenteil wird der Fall sein: Kosteneinsparungen bei den tiefen Verwaltungskosten von fünf Prozent sind kaum möglich. Hingegen kostet allein der Systemwechsel rund zwei Milliarden Franken. Ohne Konkurrenz um günstige Prämien entfällt zudem der Anreiz, möglichst effiziente Dienstleistungen anzubieten und eine gründliche Rechnungsprüfung vorzunehmen. Sparen kann die Einheitskasse lediglich durch Abbau von medizinischer Leistung und durch staatlich verordnete Managed Care-Modelle, wie sie von den Initianten bereits gefordert werden.

Nein zur Abschaffung der Wahlfreiheit

Mit einer Einheitskasse verlieren die Versicherten die Möglichkeit bei Unzufriedenheit die Kasse zu wechseln. Die Einheitskasse macht uns von Kunden zu Bittstellern. Während die Versicherungen durch den Wettbewerb gezwungen sind, die Administrativkosten tief zu halten und mit neuen innovativen Versicherungsmodellen wettbewerbsfähig zu bleiben, hat ein staatliches Monopol keine Anreize auf die individuellen Bedürfnisse der Versicherten einzugehen. Der Initiativetext fordert zudem eine Einheitsprämie und schafft damit Prämienrabatte auf Wahlfranchisen und Hausarztmodelle sowie günstige Kinder- und Jugendprämien ab. Statt Vielfalt wird Einheitsbrei serviert.

Nein zur Schwächung des Gesundheitssystems

Der Blick ins Ausland zeigt ausserdem, dass staatliche Krankenversicherungen die freie Arztwahl aus Kostengründen früher oder später einschränken und den Behandlungsweg diktieren. Die direkte Folge daraus ist eine spürbare Verschlechterung des Gesundheitssystems. Als Alternative bleibt lediglich die Option „Frankreich“, wo der Staat das Defizit in Schuldenform übernimmt. Dabei haben sich in knapp zehn Jahren über 120 Milliarden Franken Schulden angehäuft.
Für das überparteiliche Komitee kommt die radikale Abkehr vom heutigen und bewährten Systems hoher Qualität nicht in Frage. Seine Mitglieder lehnen die Einheitskasse deshalb ab.

Quelle: www.einheitskasse-nein.ch

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