Politik Bezirk Einsiedeln

Politik der SVP Bezirk Einsiedeln - Leserbriefe / Mitteilungen

Einsiedler Volksblatt, Mittwoch 21.02.2018 / 6. Jahrgang

Klares JA zu Teilzonenplanrevisionen und Planungskredit Hauptplatz

Von ROLAND LUTZ | 08.10.2014

Klares JA zu Teilzonenplanrevisionen und Planungskredit Hauptplatz

Am vergangenen Montag, dem 6. Oktober, hielt die SVP Bezirk Einsiedeln die Parteiversammlung zwecks Informationsaustausch und Parolenfassung für die lokalen Bezirksgemeinde- und Urnen-Vorlagen vom 13.10.2014, resp. 30.11.2014 ab. Die beiden Teilzonenplanrevisionen erfuhren einstimmig Zuspruch. Der Planungskredit für den Hauptplatz wurde ebenfalls grossmehrheitlich bejaht und der Bezirksrat wird an der kommenden Bezirksversammlung in Sachen Einbürgerung von Irving Dunn unterstützt.

Teilzonenplanrevisionen unbestritten

Pünktlich eröffnete Präsident Ueli Brügger die Versammlung und gratulierte vorab dem neugewählten JSVP-Präsidenten Lukas Kauflin, der auch im Vorstand der SVP Einsiedeln einsitzt, zur Wahl. Bezirksrat Hanspeter Egli, zuständig für die Planung, erklärte, dass die Umzonungen erst jetzt zur Abstimmung gelangen. Es seien bei den umfassenderen Teilzonenrevisionen vom Februar dieses Jahres noch Einsprachen hängig gewesen. Die Gesamtschau der gemischt genutzten Zonen im Kobiboden, in der Alpcity und an der Kornhaus- und Allmeindstrasse zeigten, dass mit unterschiedlichen Gewerbemindest-anteilen den jeweiligen Umständen Rechnung getragen würde. Es gelte dem Gewerbe die benötigten Flächen zur Verfügung zu stellen, um den aktuellen Anforderungen entsprechende Gewerbebauten erstellen zu können. Damit Einsiedeln nicht zur Schlafstadt verkomme, sollen mit der Umzonung bestehende Arbeitsplätze gesichert und weitere Ansiedlungen, resp. Entwicklungen ermöglicht werden. Ingo Steinel, Geschäftsführer der Steinel Gruppe, zu der auch die Steinel Solutions in Einsiedeln gehört, erörterte in der Folge detailliert die beantragte Umzonung „Kornhaus-, Allmeindstrasse“. Kompetent und überzeugend beantwortete er alle Fragen der Versammlung. Das seit 19 Jahren in Einsiedeln tätige Unternehmen wolle sich entwickeln und mit dringend benötigten Neubauten Platz für 350 – 400 Arbeitsplätze, für sich und Dritte, ermöglichen. Die Firma Steinel halte am Standort Einsiedeln fest. Ebenfalls bestätigte Herr Steinel, dass der Trainingsplatz (Sand) des FC Einsiedeln ersetzt werde und zu symbolischen Beträgen dem FC zur Verfügung gestellt.
Dies werde dem FCE auch vertraglich über mehrere Jahre zugesichert. Die Versammlung unterstützte in der Folge die beiden Umzonungs-Vorlagen einstimmig.

Die Gretchenfrage Parkplätze

Rita Newnam, Abteilungsleiterin für Bauten / Umwelt / Energie des Bezirks, erläuterte die geplante Ausgestaltung des Hauptplatzes und wies auf den dringenden Sanierungsbedarf hin. Bezüglich des Baugrundes seien Abklärungen nötig, um die genauen Kosten abschätzen zu können. Die zentralen Fragen drehten sich um die Parkplätze: Von den einen am liebsten komplett verbannt, von anderen ausdrücklich in gleichbleibender Zahl gewünscht. Nach aktueller Absicht werden per Saldo lediglich 10 Parkplätze wegfallen. Auch kam die Frage auf, ob nicht ein gesichertes Gesamtkonzept inklusive Bahnhof und Hauptstrasse Voraussetzung für ein Gelingen wären. Die anwesenden Mitglieder stimmten letztlich aber dem beantragten Projektierungskredit grossmehrheitlich zu.

Einbürgerung zur Farce verkommen lassen?

Zu Reden gab das Einbürgerungsbegehren von Irving Dunn. Die Versammlung teilte die von Sekretär Roland Lutz vorgetragene Meinung, dass für alle dieselben Regeln gelten sollen und die geforderten Integrationsnachweise zu erbringen seien. Nicht umsonst bejahte der Einsiedler Souverän 2013 die Initiative „Einbürgerungen an der Bezirksgemeinde“. Die Versammlung unterstützte bei lediglich 1 Gegenstimme den Bezirksrat und die Einbürgerungskommission bei der Ablehnung dieses Gesuchs. Viel zu reden gab auch, dass das Kloster in den nächsten Tagen vorübergehend 25 – 30 Asylbewerber aus Eritrea einquartieren werde. Einige Versammlungsteilnehmer äusserten sich sehr kritisch zu diesem Vorhaben. Man fragte sich unter anderem, ob sich das Kloster bei der Einquartierung der Eritreär der Risiken bewusst sei.

Zum Schluss der Versammlung bezog Bezirksrat Meinrad Gyr noch Stellung zur aktuellen Verkehrssituation auf der Zürich- und Spitalstrasse. Er erläuterte die Sachzwänge, welche zur kritisierten Ausgestaltung führten. Es seien vorwiegend Sicherheitsaspekte, man wolle u.a. nicht Staus auf der Hauptachse bis ins Rabennest riskieren. Um 22.30 h konnte Ueli Brügger die durch engagierte Diskussionen geprägte Versammlung schliessen.

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