Politik Bezirk Einsiedeln

Politik der SVP Bezirk Einsiedeln - Leserbriefe / Mitteilungen

Einsiedler Volksblatt, Dienstag 19.06.2018 / 6. Jahrgang

Einfach - verständlich - wahlkreisgerecht

Von ROLAND LUTZ | 20.01.2015

Einfach - verständlich - wahlkreisgerecht

2013 wurde die Verfassung des Kantons Schwyz nicht vollständig erwahrt. Damit wurde der an der Urne legimitierte Volkswille kassiert und der Stand Schwyz sah sich gezwungen, einen anderen Wahlmodus einzuführen. Abgelehnt wurde das seit Jahrzehnten praktizierte Wahlsystem, eine den Wahlkreisgrössen angepasste Kombination von Mehrheitswahl (Majorz) und Verhältniswahl (Proporz nach Hagenbach). In Mode ist der Pukelsheim, der eine Stimmengleichwertigkeit über alle Wahlkreise - in unserem Fall den Kanton - hinweg zum Ziel hat. Die SVP ist ein entschiedener Gegner des Doppelten Pukelsheim, weil damit viele neue Ungerechtigkeiten und Nachteile verbunden sind:

Ungerechtigkeiten und Nachteile

a) Kuckuckskinder: Ein Teil der Stimmen aus einem Wahlkreis wirkt sich mitunter massiv in anderen Wahlkreisen aus. In nicht unwahrscheinlichen Fällen verfälschen alle Stimmen für eine Partei in einer anderen Gemeinde das Resultat. Somit können die grösseren Wahlkreise vor allem in mittelgrossen Gemeinden / Bezirken das Bild bis zu 50 %, in Einerwahlkreisen gar zu 100 % verfälschen. Dann nämlich, wenn nicht diejenigen gewählt werden, die vom Gemeindebürger am meisten Stimmen erzielt haben, sondern dank Fremdstimmen Kandidaten mit (deutlich) weniger Zustimmung. Dies, weil aufgrund der Pukelsheim-Umverteilung Sitzansprüche der Wahlkreise und der Parteien in Einklang gebracht werden müssen.

b) Intransparenz: Erst nach vollständig ausdividierter Wahl weiss der Wähler, in welchen Wahlkreisen seine Stimmen gelandet sind.

c) Kompliziert: Der Verteilmechanismus ist für Otto Normalbürger ein Buch mit mindestens sieben Siegeln. Das fördert die Wahlabstinenz und benachteiligt die mit der Materie weniger vertrauten Wähler. Fehlentscheide, Kopfschütteln und Frust sind vorprogrammiert.

Einfaches, transparentes und gerechtes Wahlsystem

Der Majorz hingegen ist einfach, transparent und wahlkreisgerecht. Beim Majorz hingegen ist die Sache sonnenklar und seit mehr als 100 Jahren ist er erprobt. Wer in einem Wahlkreis (Gemeinde / Einheitsbezirk) am meisten Stimmen erhält, der ist gewählt, einfacher geht es nicht! Es ist doch selbstverständlich, dass der vom Wähler bevorzugte Kandidat die eigene Gemeinde vertreten soll. Die Souveränität des Wahlkreises wird entschieden höher gewichtet als die Ansprüche von Kleinstparteien. Auch vor Gerichten hat der Majorz als anerkannte Wahlmethode Bestand. Wir fragen: Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Darum: Stimmen Sie für den Majorz, lehnen Sie den Gegenvorschlag ab und wählen Sie bei der Stichfrage ebenfalls den Majorz. Damit entscheiden Sie sich für ein einfaches, transparentes und gerechtes Wahlsystem.

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