Politik Bezirk Einsiedeln

Politik der SVP Bezirk Einsiedeln - Leserbriefe / Mitteilungen

Einsiedler Volksblatt, Mittwoch 22.08.2018 / 6. Jahrgang

Schulraumkonzept Einsiedeln - SVP lanciert Schlyffi

Von ROLAND LUTZ | 21.05.2015

Schulraumkonzept Einsiedeln - SVP lanciert Schlyffi

Die SVP Einsiedeln hat sich in den letzten Wochen - um tragbare Lösungen zu finden - intensiv mit dem Thema Schulraum im Bezirk Einsiedeln auseinandergesetzt. Dabei wurden für eine Auslegeordnung alle verfügbaren Informationen zusammen getragen. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Schulbehörden eine grosse Anzahl an Alternativen geprüft haben. Es sind etwa deren sieben. Im Weitern durfte zu Kenntnis genommen werden, dass sich in den Vierteln die Problematik weniger stellt, da dort bereits Lösungen in Sicht sind. An der Fraktionssitzung (Sitzung des Vorstandes mit den Mandatsträgern und Kommissionsmitgliedern) vom 19. Mai konnte nun das Fazit gezogen werden: Die SVP schlägt eine für Bevölkerung und Steuerzahler annehmbare Lösung in der Schlyffi vor, die den gestellten Ansprüchen und Rahmenbedingungen gerecht wird. Die beiden Urheber der Initiative “Altes Schulhaus soll Schulhaus bleiben” haben angezeigt, dass auch sie zu einer guten Lösung Hand bieten.

Rahmenbedingungen haben sich verändert

Nach mehreren Volksabstimmungen war es eigentlich ausgemacht, dass das neue Schulhaus in der Herrenmatt gebaut werden soll. Obwohl die Schülerzahlen in den letzten 20 Jahren stagnierten ist nebst einer Dreifachturnhalle ein Mehrbedarf von 24 Schulzimmern und rund 30 weiteren Räumen der Grund für die notwendigen Erweiterungsmassnahmen. Bedingt ist dieser Raummehrbedarf vor allem als Folge der Einführung der „Integrierten Modelle“ und des neu obligatorisch anzubietenden Zweijahreskindergarten. Für die Eltern ist der Entscheid, die Kinder zwei Jahre in den Kindergarten zu schicken freiwillig. Als Erfahrungswert in anderen Gemeinden kann eine Inanspruchnahme von rund 80% erwartet werden. Dies konnte man den Ausführungen des Statthalters und für die Schulen verantwortlichen Bezirksrates Franz Pirker entnehmen.

Herrenmattprojekt ist am Scheitern

Nach der vom Souverän verworfenen Vorlage „Teilnutzungsplanrevision B“ im Februar 2014 und dem vom Schweizervolk angenommenen Raumplanungsgesetz kann nun der geplante und als „pièce de résistance“ geltende Landabtausch mit der Genossame Dorf Binzen aus rechtlichen Gründen nicht wie vorgesehen realisiert werden. Die Spatzen pfeifen es seither von den Dächern: Das Projekt Herrenmatte kann sehr wahrscheinlich nicht wie geplant an diesem Standort umgesetzt werden. Die laufenden Verhandlungen sind sehr schwierig geworden. Somit müssen zwingend und schnellstmöglich Alternativen geprüft und für die Übergangszeit eine Ersatzlösung gefunden werden. Es geht um rund 20‘000 m2 mit passender Erschliessung für ein Schulhaus und eine Übergangslösung für den Zweijahreskindergarten. Die SVP vertritt die Auffassung, dass das Schulhaus auf bezirkseigenem Boden zu realisieren ist. Dazu kommt, dass die Entwicklung der Bevölkerung des Dorfes Richtung Süden stattfindet. Das Schulhaus Kornhausstrasse hat überdies keine Turnhalle, da eröffnen sich diesbezüglich ebenfalls Synergien bei einer Schulhausvariante im Süden. Aus den erwähnten Überlegungen schlägt die SVP Einsiedeln einen Standort auf dem bezirkseigenen Boden in der Schlyffi vor. Von allen diskutierten Möglichkeiten sind die Vorteile dieser Lösung am grössten.

Kosten/Nutzenüberlegungen

Damit sich die Kosten des ca. 35 Mio. Projektes nicht noch unnötig erhöhen ist seitens Bezirksrat abzuklären, ob die bereits erarbeiteten Planungsunterlagen Herrenmatte grösstenteils für eine Variante Schlyffi übernommen werden können. Dabei soll die Maxime gelten, dass das Wünschbare vom Notwenigen getrennt wird; jedoch ohne bei der geforderten Mindestqualität Abstriche zu machen. Da eine zeitliche Verzögerung zur geplanten und nicht verschiebbaren Einführung des Zweijahreskindergartens per Schuljahr 2017 / 2018 zu erwarten ist, müssen Provisorien für die Übergangszeit bereitgestellt werden. Die SVP erwartet vom Bezirksrat in dieser Sache so kostengünstige Lösungen wie möglich.

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