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Einsiedler Volksblatt, Freitag 14.12.2018 / 6. Jahrgang

Die Bevölkerung und die Wirtschaft zahlen die Kosten der Energiestrategie

Von GABRIEL LüCHINGER | 21.03.2017

Die Bevölkerung und die Wirtschaft zahlen die Kosten der Energiestrategie

Die Energiestrategie 2050 sieht vor, dass der Energieverbrauch bis 2035 faktisch halbiert werden soll. Konkret bedeutet das, dass wir in knapp 20 Jahren nur noch so viel Energie verbrauchen dürfen, wie die Schweiz zuletzt 1966 verbraucht hatte. An der heutigen Medienkonferenz spricht der Bundesrat davon, dass das Energiegesetz Investitionen in der Schweiz schaffe. Wer die Kosten zu berappen hat, der Mittelstand, davon wird nicht gesprochen.

Mit der Energiestrategie wird in das Portemonnaie der Bürger gegriffen

Es ist offensichtlich, dass das Ziel der Reduktion des Energieverbrauches von 43% nicht alleine mit sparsameren Autos und Haushaltsgeräten erreicht werden kann. Mit der Energiestrategie wird daher in das Portemonnaie der Bürger gegriffen und zwar gleich mit beiden Händen: Die Abgaben auf Strom, Treibstoffe und Heizöl sollen massiv erhöht werden. Auf eine durchschnittliche, vierköpfige Familie gerechnet, ergeben sich so jährliche Mehrausgaben von etwa 3200 Franken. Dies wird vom Bundesrat wohlweislich verschwiegen.

Manch eine Familie wird sich also auf kalte Stuben im Winter gefasst machen müssen, wenn sie nicht von der Heizöl- oder der Stromrechnung in den Ruin getrieben werden will. Bis 2050 summieren sich die Kosten für die Energiestrategie auf vom Bundesrat selber geschätzten 200 Milliarden Franken – fünfmal mehr als die AHV derzeit jährlich ausgibt oder dreimal mehr als der Bund dieses Jahr an Steuern einnehmen wird. Auch darauf geht UVEK-Chefin Leuthard heute mit keinem Wort ein.

Energieversorgungssicherheit nicht garantiert

Obwohl die Energiestrategie derart überrissen teuer wird, kann sie nicht einmal die heute gegebene Energieversorgungssicherheit der Schweiz garantieren. Man setzt wie Deutschland auf erneuerbare Energien. So sollen beispielsweise 1000 Windräder zugebaut werden. Diese werden sich zwar auf jeden Fall negativ auf unsere Landschaft und Tiere auswirken. Erneuerbare Energien können unseren Energieverbrauch vor allem im Winterhalbjahr jedoch nicht decken. Dies sieht man in Deutschland, wo in den Wintermonaten Wind- und Solarkraft wenig bis gar keinen Strom erzeugen, so wie im Januar 2017, als Nebel und Windstille während zehn Tagen die Produktion dieser beiden Energieträger de facto lahmlegten. So produziert Deutschland für den Winter dann insbesondere Strom aus Kohle- und Gaskraftwerken. Die Schweiz wird hingegen massiv Strom importieren müssen. Von weniger Auslandsabhängigkeit also keine Spur, im Gegenteil.

Weil sie bevormundend, teuer und nicht zielführend ist, lehnt das überparteiliche Referendumskomitee gegen das Energiegesetz die Energiestrategie 2050 deshalb entschieden ab

Quelle: www.svp.ch

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