Politik Bezirk Einsiedeln

Politik der SVP Bezirk Einsiedeln - Leserbriefe / Mitteilungen

Einsiedler Volksblatt, Montag 25.09.2017 / 5. Jahrgang

Mein lieber JUSO!

Von ROLAND LUTZ | 07.01.2016

Mein lieber JUSO!

Zum LB von Noah Beeler

Der Leserbrief von Ideologe Noah Beeler als Antwort auf denjenigen von Dominik Zehnder war amüsant. Der Juso bestätigt - wohl ungewollt - alle Vorurteile über seine Partei. Dem will ich nicht nachstehen. Von tiefen Steuern profitieren nicht nur die sogenannten Reichen. Denn diese bezahlen das Gros aller Steuern, das sonst die Normalverdiener zu berappen hätten. Wenn man nun die drei angedachten Varianten (a) Flat Rate, b) Erhöhung Kantonstarif oder c) Steuerfusserhöhung bisheriges System) für einen ausgeglichenen Etat vergleicht, kann man natürlich zu unterschiedlichen Sch(l)üssen kommen. Zur Erinnerung, bei allen drei Varianten müssen die fehlenden bald einmal 200 Mio. zusätzlich beschafft, resp. eingespart werden. Ein Vergleich mit dem Status Quo ist demnach unsinnig. Im Grundsatz muss man sich entscheiden, ob man die Tiefsteuerpolitik opfern will oder nicht. Diese opfern heisst aber in der Konsequenz, dass der Mittelstand dann nahezu alles bezahlt, wenn viele Reiche und besser Verdienende wegziehen. Das könnte ein schmerzhaftes Erwachen werden, man könnte von einem Boomerang sprechen. Die Besserverdienenden und Reichen nicht übermässig zu schröpfen heisst nämlich gleichzeitig den Mittelstand - aber auch die tiefsten Einkommen - zu entlasten. Man muss bei dieser Betrachtung des Weiteren nicht nur die prognostizierten Steuererhöhungen der angedachten Revision, sondern die gesamte erwartete Belastung und deren Effekte bei allen drei Varianten verglichen. Ich bevorzuge im Grundsatz, dass die Reichen bleiben und zahlen. Als Normalverdiener erhalte ich dafür eine moderate Steuerrechnung. Übrigens: Das Grundübel und die Ursache der Steuerdiskussion, die unerhörte NFA-Belastung nämlich, haben wir den Umverteilern zu verdanken, die auf die sozialistische Rhethorik reingefallen sind.

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